Dieser Blog dreht sich rund um mein Praktikum in der Verwaltung einer kleinen privaten, im Aufbau begriffenen Uni in Syrien. Hauptsächlich soll er Familie und Freunden eine Gelegenheit sein, an meinen Gedanken, Erlebnissen und Erfahrungen teil zu haben – aber natürlich ist auch jeder andere herzlich eingeladen, mitzulesen. Über Kommentare freue ich mich besonders (Nachrichten aus der Ferne werde ich bestimmt bald genauso vermissen, wie Leberwurstbrote!).
Ich, das ist übrigens Anna. Ich bin 23, studiere Wirtschaftsinformatik und bin Mitte April für ein Semester nach Syrien aufgebrochen. Den Gedanken an ein Auslandspraktikum im Nahen Osten hatte ich schon lang im Hinterkopf und über Kontakte an besagte Uni in Syrien hat sich dann auch eine reizvolle Möglichkeit aufgetan. Mittlerweile sitze ich also mitten im Schurkenstaat (der sich im Alltag des verschlafenen Wadi Al-Nadara so gar nicht schurkenhaft anfühlt!) und wirke – zumindest theoretisch – am Aufbau der Uni mit. Bisher war ich jeden Tag mit Problemen konfrontiert, die aus deutscher Sicht völlig widersinnig wirken, genieße die wunderbare Gastfreundschaft der Syrer, bin auch von einer Gruppe von Deutschen sehr freundlich aufgenommen worden und beobachte fasziniert die arabische Lebensart bzw. die Gesellschaftstrukturen und die Denkweise der Syrer.
Ich habe das Praktikum als Gast und mit sehr viel Respekt und Wertschätzung für das Land, die Kultur und die Leute begonnen. Wenn ich ab und an mal belustigt, genervt oder nachdenklich von “den Syrern” schreibe, dann tue ich das durchaus überspitzt, leicht ironisch und immer in dem Bewusstsein, dass “die Syrer” 20 Millionen Individuen sind und ich durchaus kein Experte auf diesem Gebiet bin. Man möge es mir nachsehen und ein Auge zudrücken – fünf Monate vor Ort muss man mit Humor und Pragmatismus erleben!

andi sagte,
30. April, 2007 um 23:58
dein blog liest sich wirklich wunderschön. er ermöglicht es uns, deinen erlebnissen wenigstens ein kleines stück zu folgen und dich so aus der ferne zu begleiten! danke
Anm. von Anna: Danke, liebe Mama! Ich freue mich so, dass ihr alle hier mitlest und Lust auf meine Geschichten habt! :)
Peter sagte,
24. Mai, 2007 um 17:46
Jetzt hab´s sogar ich geschafft, selbstständig und ohne Hilfe. Natürlich denk auch ich offt an Dich und hoffe, Dir geht´s gut. Erbitte Beantwortung einer gern gestellten Frage: “muss die da mit Kopftuch rumrennen?”.
Ich drück Dich-Peter
Anna: Antwort hast du ja eigentlich schon per Mail bekommen – aber auch hier noch mal kurz und knapp: Nein! Nur manchmal trage ich einen Hut :P
Gratuliere zum Bezwingen der Technik!
holly Golightlyn (!!!!!) sagte,
10. Juni, 2007 um 19:51
mensch papa
PLuto sagte,
17. Juni, 2007 um 12:32
Endlich habe auch ich es hier her geschafft.
Ich kann mich meinen Vorkommentator/Innen nur anschließen, denn deine Geschichten sind, wie vielerorts in diesem Blog bereits erwähnt, sehr schön geschrieben, lebhaft und dadurch letztendlich auch glaubhaft. Einfach toll…
Ich persönlich spiele ja auch mit dem Gedanken an einen Auslandsaufenthalt während meines Praktikumssemesters, aber Ich glaube ganz so weit würde ich mich nicht trauen :respect:
Anna: Unbedingt machen! Man kann sich überall durchwurtscheln. :) Ich habe ja erwartet, dass ich viel aus Syrien mitnehme – aber im Endeffekt ist es wahrscheinlich sogar noch mehr. Liebe Grüße nach MD!
Tom sagte,
18. Juni, 2007 um 9:08
Auch wir habens jetzt endlich geschafft und freuen uns direkt und aus erster Hand von den deinen interessanten und wunderbar ge- und beschriebenen Erlebnissen zu lesen.
Jeder Mensch hinterlässt Spuren, lass deine Spuren gute sein.
Liebe Grüße auch von der Sonja (die rührt sich sicher bald selber)
Tom
Anna: Alles Liebe an euch zwei in Landshut! Ich hoffe, ihr habt euch gut zusammen eingerichtet und wünsch euch weiter eine gute Zeit.